Säume

[bitte runter scrollen/pls scroll down!]

Da ist eine große Straße, vierspurig

Palmen säumen den Rand

wehen im Wind

geöffnete Autos segeln vorbei

zauses Haar flattert

ein einziger Kopf

dreht sich um

und vergisst

wer vorne war

.

the wind
upon
a finger’s tip
he’s given
too much


.

Dreamless time

A castle stands firm

but far

 

 

.

 

Pour some thirst on the table

spill some lullaby on the ground

dream your heart out of its cage

believe you can fly

.

An einer grünen Straße verläuft ein Bogen, der nur die leichten Körper durchlässt. Man muss sich treiben lassen, so tun, als habe man nichts anderes im Sinn, als zu treiben. Dann wird man einfach von der anderen Seite aufgesaugt.

Der Schwimmer muss lernen, sich dem Wasser hinzugeben. Der Segler muss lernen, sich der Brise anzuvertrauen. Das Mädchen muss lernen, dem Jungen die Augen zu schließen.

 

.

 

I don’t mind where you have been before

why have been absent for so long

the time can’t be abided anymore

longer than the longest road

he’s treading upon his own soul

a new demand may serve

that he breaks

 

.

 

Close the window

The wind’s breaking

 

.

 

Down the road a playful cat drinks rain drops

a lovely dove strides caresslingly the sky

my new hope follows

down or up

no difference

 

 

.

It’s a day for castaways

for loners

for seekers

where the gold lies

other things may lie

too

 

.

Es gibt eine Straße, die ist lang, führt auf und ab, doch nie nach rechts oder links. Sie ist unnachgiebig, treibt einen voran, erlaubt kaum Rast und verschließt ihre Ohren jedem Rufen, jedem Wunsch.
Die Straße selbst rollt, bewegt sich. Es sind nicht wir, die sich auf ihr fortbewegen, das ist ein Irrtum. Sie ist es, die sich bewegt.

.

.

Kann man nichts mehr sagen

dann hat man sich vertraut

 

 

 

We went outside

to share their ways

for a last time

makes no sense

to go back

.

.

© Gina Janosch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.